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Ise Bosch erhält als Wegbereiterin der transformativen Philanthropie den Deutschen Stifterinnenpreis 2018

Für ihr Engagement für Menschenrechte wird Ise Bosch mit dem Deutschen Stifterpreis geehrt. Es ist die höchste Auszeichnung im deutschen Stiftungswesen und wird am 16. Mai auf dem deutschen Stiftungstag in Nürnberg verliehen.

Wie kann Geld und die damit verbundenen Privilegien so eingesetzt werden, dass ein tiefgehender sozialer Wandel in diesem Feld möglich wird? Mit dieser Fragestellung beschäftigt sich das Buch “Geben mit Vertrauen – wie Philanthropie transformativ wird“.

Angesichts der wachsenden gesellschaftlichen Kritik an sozialer Ungleichheit kann die Philanthropie – selbst ein Produkt von sozialer Ungleichheit – durch reflektierte Zusammenarbeit mit marginalisierten Gruppen ihre Relevanz erhöhen.

Ise Bosch entwirft ein Modell von Philanthropie, das auf Vertrauen beruht. Es wandelt die Macht des Geldes in Macht für Viele. So stärkt sie mit der Dreilinden gGmbH die sozialen Bewegungen von Lesben, Schwulen, bi-, trans-, intersexuellen und queeren Menschen weltweit. „Gesellschaften sind menschlicher und stärker, wenn Geschlechterrollen weniger stark binär ausgerichtet und weniger hierarchisch angeordnet sind“ sagt sie.

Autobiografische und evaluative Beiträge setzen sich mit dem Machtgefälle zwischen Gebenden und geförderten Projekten auseinander. Dabei stellt das Buch eigenverantwortliche, partizipatorische und inklusive Ansätze vor, die denjenigen Menschen Macht geben, denen die Förderung dient. Bebildert mit Fotografien von Zanele Muholi (Südafrika), deren Kunst und Aktivismus vielfach ausgezeichnet wurden.

„Was aufgeklärtes Geben heißt, wie sich Philanthropie auch mit kritischer Reflexion betreiben lässt - davon erzählt dieses Buch. Philanthropie wird allzu oft abschätzig behandelt: privates Spenden oder Stiften könne schließlich nicht den Staat entbinden aus seiner sozialen oder politischen Verantwortung. Dieses Buch über das Lebenswerk von Ise Bosch und ihrer Dreilinden gGmbH zeigt dagegen, wie entscheidend auch Philanthropie im Bereich sozialer Gerechtigkeit und internationaler Menschenrechte eben jene Menschen und Themen sichtbar machen kann, die gern ignoriert und vergessen werden.“ Carolin Emcke, Autorin und Publizistin, Trägerin des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels 2016.

Terminhinweise:

Verleihung des Deutschen Stifterpreises an Ise Bosch
Mittwoch, der 16. Mai 2018, 18:15 - 19:15, Frankenhalle 1
Begrüßung: Prof. Dr. Michael Göring, Grußwort: Joachim Herrmann, Schlusswort: Felix Oldenburg, Laudatio: Gudrun Landgrebe

„Geben heißt Einfluss nehmen“ Panel von filia.die frauenstiftung
Philanthropie für eine gleichberechtigte und diverse Gesellschaft
Donnerstag 17. Mai 2018, 17:00 – 18:00, NCC West, Raum: Madrid
Mit Ise Bosch, Dr. Wilfried Vyslozil (Vorstandsvorsitzender der SOS Kinderdörfer), Sonja Schelper (Geschäftsführerin filia.die frauenstiftung), Anja Paehlke (Moderation)

Steph Klinkenborg
Dreilinden gGmbH Kommunikation
steph.klinkenborg@dreilinden.org

Weitere Informationen und Materialien zum Buch und zur Verleihung des Stifterinnenpreises 2018

Eindrücke aus der Dreilinden Arbeit:

Astrea ehrt Ise Bosch mit einem Preis für transformativen Philanthropie während ihrer 40. Jubiläumsgala in New York. Zu sehen ist Ise Bosch mit Astreas Geschäftsführerin J. Bob Alotta. Vom 13. November, 2017.

www.astraeafoundation.org
www.vimeo.com/user9720198

Beispiele aus der Förderarbeit von Astraea – Lesbian Foundation for Justice

Iranti-Org in Johannesburg, Süd-Afrika entstand in 2012, um lokalen und regionalen Lesben, Trans, Intersex und Gender Non-Conforming (LTIGNC) Bewegungen in Südafrika und auf dem gesamten Kontinent zu helfen. Die Nutzung von Medien als Plattformen dient der Mobilisierung und Veränderung des öffentlichen Diskurses. Sie unterstützen Organisationen darin, Menschenrechtsverletzungen zu dokumentieren und evidenzbasierte Materialien zu produzieren. Außerdem unterstützen sie kulturelle Produktionen, die darauf abzielen Einstellungen gegenüber sexueller Orientierung, Geschlechtsidentität und geschlechtlicher Äußerung zu ändern.

www.iranti-org.co.za
www.facebook.com/IrantiOrg/

Gender DynamiX in Kapstadt, Süd-Afrika ist eine lang bestehende nationale und regionale Interessenvertretung von und für Transmenschen. Gender DynamiXs Langzeitziel ist es sicherzustellen, dass es vielfältigen Trans- und Intersexmenschen möglich ist, durch das gleichberechtigte Teilnehmen an den sozialen, politischen und ökonomischen Sphären des Lebens offen, ohne Hindernisse und in Würde leben zu können.

www.genderdynamix.org.za

Togetherness for Equality and Action (TEA, ‘Zusammengehörigkeit für Gleichberechtigung und Aktion‘) ist eine von lesbischen, queer und bisexuellen Frauen geführte Gruppe, welche 2013 gegründet wurde und sich dafür einsetzt nachhaltige und inklusive LBT Bewegungen in Thailand aufzubauen.

www.astraeafoundation.org/stories/togetherness-for-equality-and-action-tea/

In der Dominikanischen Republik produzierte Colective Mujer y Salud das erste Dokument überhaupt (die „LesBiAgenda“), welches exklusiv die Prioritäten und Forderungen von LBQ-Frauen durch einen nationalen Prozess, der ländliche Regionen und Kleinstädte erreicht, adressiert.

www.astraeafoundation.org/stories/colectiva-mujer-y-salud-cms/

Colectivo No Tengo Miedo in Lima, Peru ist ein LGBTIQ-Kollektiv in Lima mit der Mission soziale Gerechtigkeit, Befreiung und gleichen Zugang zu Ressourcen für die LGBTQI-Community zu fördern. In den letzten Jahren expandiert das Kollektiv NTM durch Forschung (zwei Publikationen), Theater (drei LGBTQI Referenzarbeiten) und politische Interessenvertretung seine Bewegung und Basen, welche tief in partizipatorischer, horizontaler Organisation verankert sind.

https://www.astraeafoundation.org/stories/colectivo-no-tengo-miedo/